Langmut, Humor und Facilitating: Ein kleiner Einblick in die Praxis unserer Arbeit
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Langmut, Humor und Facilitating: Ein kleiner Einblick in die Praxis unserer Arbeit

Langmut, Humor und Facilitating: Ein kleiner Einblick in die Praxis unserer Arbeit

Veränderungs- und Transformationsprozesse sind unser Metier, und immer wieder – ganz wie es dem nicht planbaren Charakter solcher Vorgänge entspricht – macht es großen Spaß, gemeinsam mit unseren Auftraggebern unbekannte Pfade zu bestreiten.

 

Schon seit mehr als einem Jahr begleiten wir als School of Facilitating die Entwicklung des größten Campus für Gesundheitsberufe, der sich aus den Ausbildungsinstituten zweier führender Krankenhäuser in Deutschland gebildet hat. Es geht also um Fusion – um die Verschmelzung zweier Kulturen, die zwar dieselbe Vision entwickelt haben, aber recht unterschiedliche Identitäten mitbringen.

 

Abgesehen davon, dass die Corona-Krise ihr übriges beiträgt,  sind die Herausforderungen enorm: Eine gemeinsame Identität finden, ein Lehrkonzept für die generalistische Ausbildung entwickeln, mit dem Fachkräftemangel umgehen, neue Personalprozesse und eine gemeinsame Infrastruktur etablieren. Und manchmal fehlt einfach nur eine ordentliche Kaffeemaschine.

 

Dieser Heldenreise stellen sich insgesamt 200 Mitarbeitende mit 23 Führungskräften. Sie verbindet ihre gemeinsame Vision und die Wertschätzung für Bildung. Diese Reise kann nicht von A bis Z durchgeplant werden. Sie braucht Langmut, Humor – und Facilitating!

 

So ging es kürzlich – in der fünften Klausur des Leitungsteams – darum, auf verschiedenen Ebenen die eigene Haltung zu reflektieren und den Facilitator, als Ermöglicher*in in das innere Team als (neuen) Player einzuladen.

Und damit sind wir folgender Frage nachgegangen: Was bedeutet es einen Transformationsprozess im Unterschied zu einem Change Prozess zu führen?

 

Die Essenz der Fähigkeiten, die es für einen Transformationsprozess braucht, haben die Teilnehmer*innen wie folgt erarbeitet:

  • auch auf Sicht fahren können und den Plan verlassen können
  • sich immer wieder in den zahlreichen Spannungsfeldern, die eine komplexe Dynamik schaffen, zu positionieren
  • die Fähigkeit von eigenen Vorstellungen loszulassen – wie zum Beispiel die Illusion, vollständige Transparenz herstellen zu können. Stattdessen braucht es paradoxerweise Vertrauen, um das, was nicht bekannt, nicht vertraut und nicht gewusst ist, (aus-) zu halten.
  • auf Augenhöhe kommunizieren und Verantwortung übernehmen im Sinne von „Ich nehme Dir Deine Verantwortung nicht ab“ und „Ich nehme meine eigene Verantwortung wahr“.
  • die Freude nicht verlieren, früh Neues zu wagen, früh zu „scheitern“ und stets daraus zu lernen.

 

Es waren sehr spannende Tage mit einem tollen Team. Wir freuen uns, als Wegbegleiterinnen Zeuge dieser Transformation zu sein. Und das Abenteuer geht weiter…