Impuls: Die Qualität des Zuhörens bestimmt die Qualität des Denkens!

(aus: Time to Think, Listening to Ignite the Human Mind, by Nancy Kline)

Wenn wir unser Handeln verbessern wollen, ist es notwendig, zunächst unser Denken zu verbessern.

  1. Unser Denken ist abhängig davon, wie wir von den uns umgebenden Menschen behandelt werden – von ihrer Achtsamkeit, ihrer Aufmerksamkeit, ihrer Zugewandtheit. Wenn Menschen in meiner Gegenwart denken, dann ist das, was ich von ihnen sehe und höre, zu einem großen Teil das Resultat des Effektes, den ich auf sie habe! Das heißt in anderen Worten: Die Qualität meiner Aufmerksamkeit beeinflusst die Qualität des Denkens der anderen Menschen.
     
  2. Unser Denken unterliegt Einschränkungen, die in unseren limitierenden Annahmen begründet sind. Diese lassen sich durch sogenannte „Als-Ob Fragen“ umgehen.
     
  3. Denkräume: Wie machen wir aus unseren Organisationen „Denkumgebungen“, aus unseren Teampartnern „Denkpartner“, aus unseren Meetings „Denksessions“? Wenn wir die richtigen Umgebungen und Bedingungen herstellen, werden die Menschen für sich selbst denken. Hilfreich Frage (im Sinne des Seeing im U Modell): „Was denkst du darüber? Ich meine, was denkst du wirklich?“ und dann lasse ich Zeit für die Antwort.
     
  4. Die wichtigen Zutaten für gute Denkräume: Gleichberechtigung, Zuhören mit Respekt und ohne Unterbrechung, limitierende Annahmen aufdecken über Fragen, Wertschätzung, Aufmerksamkeit, Ermutigung, Diversität, Gefühle zulassen, Raum geben – Verlangsamen, Dringlichkeit rausnehmen.
     
  5. „Als-Ob Fragen“, um Annahmen zu umgehen: Wenn jemand an eine Handlungsbarriere kommt: „Was hast du für Annahmen, die dich davon abhalten zu handeln?“ Dann nimm die Annahme weg. „Wenn du davon ausgehen könntest, dass ...(du die Situation erfolgreich händeln könntest; dass dein Verhalten enorm wichtig ist für den Erfolg; dass du vertrauen könntest...), was würdest du dann tun?“
     
  6. Das eigene Vermeidungsverhalten aufdecken, denn es steht zwischen uns und der Realität und hält uns vom Denken ab. Gute Fragen, die ich mir dazu selbst stellen kann: „Was ist in meinem Blickfeld, mit dem ich mich nicht konfrontieren möchte?“ „Was ist das Schlimmste, das passieren kann, wenn ich xy an mich ran lasse?“ „Was ist das schlimmste, das passieren kann, wenn ich es nicht an mich ranlasse?“
     
  7. ENJOY!

Den Impuls auf einer Seite gibt es hier auch zum Download!